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Anlagenmechaniker - die Umwandlung des Berufsfeldes

Anlagenmechaniker - die Umwandlung des Berufsfeldes - © Dieter Schütz by pixelio.de

Die Berufsbezeichnung Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik existiert erst seit dem 01.08.2003. Die Berufe des Zentralheizungs- und Lüftungsbauers sowie des Gas- und Wasserinstallateurs wurden damals für die neue Berufsbezeichnung des Anlagenmechanikers zusammengeführt. Aber nicht nur die Berufsbezeichnung hat sich geändert. Das Tätigkeitsfeld hat sich durch den Zusammenschluss vergrößert und dementsprechend wurde die Ausbildungsstruktur umgewandelt.

Anlagenmechaniker – handwerkliche Tätigkeiten sind nicht alles

Die Zusammenführung der beiden Berufsfelder zum Anlagenmechaniker rührt vor allem daher, dass beide Berufsgruppen zumeist in ein und demselben Betrieb gearbeitet haben. Zusätzlich haben sich die Aufgabengebiete stark überschnitten. Installateure und Heizungsbauer konnten beispielsweise beide Waschbecken montieren oder Heizungen installieren. Doch auch die Ansprüche, die an einen Handwerker gestellt werden, haben sich in den letzten Jahren stark geändert. Der heutige Anlagenmechaniker muss nicht nur handwerkliche Fertigkeiten aufweisen. Die neue Ausbildungsstruktur umfasst ebenfalls kundenorientierte Dienstleistungen.

Anlagenmechaniker – die modifizierte Ausbildungsstruktur

Die duale Ausbildung zum Anlagenmechaniker findet in einer Berufsschule und in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb statt. Der Monoberuf ermöglicht es den Lehrlingen, sich in der Ausbildung zu spezialisieren. Die Fachrichtungen der Rohrsystemtechnik, der Schweißtechnik, der Instandhaltung, des Anlagenbaus und des Apparate- und Behälterbaus ermöglichen eine Vertiefung. Die traditionellen Lerninhalte in der Ausbildung zum Anlagenmechaniker wurden generell den heutigen Bedingungen angepasst. Aus Fächern wurden Lernfelder, die wie folgt aussehen:

  • das Installieren von Trinkwasser-, Entwässerungs- und Wärmeverteilungsanlagen
  • das Anfertigen von Bauelementen mit handgeführten Maschinen
  • das Warten von technischen Systemen
  • die Bearbeitung von Kundenaufträgen in SHK-Betrieben
  • die Herstellung einfacher Baugruppen
  • die Bearbeitung von Anlagenteilen

Nicht nur die Lerninhalte wurden ergänzt. Zusätzlich wurde das Ablegen der Zwischen- und Gesellenprüfung optimiert und der heutigen Zeit angepasst. Die angehenden Anlagenmechaniker müssen ein praxisorientiertes Fachgespräch führen und daraufhin einen Kundenauftrag entwickeln und durchführen.

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