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Du bist hier: Startseite » Autowerkstatt » Was macht der Mechaniker in der Autowerkstatt?

Jeder kennt die herkömmliche Dienstleistung, die in jeder Autowerkstatt zu haben ist. Doch die Tätigkeitsfelder des Automechanikers gehen über den simplen Öl- und Reifenwechsel hinaus. Ist denn der Begriff „Mechaniker“ überhaupt noch aktuell? Was noch alles zum Werkstattbusiness dazugehören kann, das klärt Bawi.de.

In der Autowerkstatt wird mehr getan, als man denkt. Automechaniker von heute können auch mehr als nur einen Reifen- oder Ölwechsel. - © MBWA_PR by Flickr.com

Die Bezeichnung Automechaniker ist heute überholt, denn in einem Auto stecken heute mehr als nur ein paar Schrauben, Achsen und Kolben. Durch die vielen Elektronikbauteile sind Autos um ein Vielfaches komplexer geworden. So stiegen auch die Anforderungen puncto Wartung und Inspektion für das Automobil und verwandelten das einstige Berufsbild Automechaniker in Automechatroniker. Was früher einfache Mechanik war, wird heute um die elektrischen und informationstechnischen Bestandteile ergänzt. Es umfasst die Bereiche der Mechanik, Elektronik und Informatik. Zum Beispiel kann ein Automechatroniker in der Autowerkstatt via Bordcomputer genau analysieren, welche Daten über einen bestimmten Zeitraum gesammelt wurden. Wie weit wurde gefahren? Wie heiß lief der Motor? Wie oft und wann wurde gebremst? Wie hoch lag der Verbrauch von Benzin und Motoröl? All die Antworten können anhand einer genauen Auswertung auch graphisch dargestellt werden. Sollte es Probleme gegeben haben, so sind diese auch in dieser Statistik zu finden. Diese Tätigkeit erfordert eine Unmenge an technischem Know-how und Erfahrung. Der einfache Umgang mit dem Schraubschlüssel steht erst einmal im Hintergrund – zu Anfang stehen die analytischen Fähigkeiten, ein Problem erst einmal zu erkennen und den Sachverhalt zu klären.

Über das Berufsbild Mechatroniker in der Autowerkstatt und anderen Bereichen der Automobilbranche

Die Komplexität eines Motors zu verstehen, heißt auch das Zusammenspiel vom mechanischem Hauptsystem, Sensorik, Aktorik (Bewegung durch Antrieb) und Informatik zu verstehen. Diese vier Bereiche wirken in einem engen Verhältnis zwischen Energie- und Informationsfluss zusammen. Sehr einfach erklärt: Der Motor (mechanisches Hauptsystem) sorgt für Schub über den Antrieb (Aktorik), die Sensorik sammelt analoge Impulse und wandelt sie in digitale Signale um, die in Datenpaketen gespeichert werden (Informatik).

Die Ausbildung in diesen Bereichen als Kraftfahrzeugmechatroniker erfolgt üblicherweise in 42 Monaten unter Beaufsichtigung des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes. Die Selbstständigkeit erfolgt entweder durch die Erlangung eines Meisterbriefes oder nach sechs Jahren der Berufsausübung als Angestellter in einer Autowerkstatt. Das Angestelltenverhältnis in der Ausbildung, oder als Geselle ist in vielen Bereichen wie der Automobilindustrie, der freien Autowerkstätten, TÜV-Prüfstellen oder der zahlreichen logistischen Fuhrparks möglich.

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