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Baulicher Brandschutz © Thomy Weiss by Pixelio

Als Brandschutz werden im Allgemeinen all die Maßnahmen bezeichnet, die die Entstehung eines Brandes verhindern, die Ausbreitung von Feuer und Rauch vorbeugen, die Evakuierung von Lebewesen, die durch einen entstandenen Brand in Gefahr geraten, gewährleisten und auch die Maßnahmen, die eine Löschung des Feuers ermöglichen.
Der bauliche Brandschutz im Besonderen beschreibt die Maßnahmen, die beim Bau eines Gebäudes vorgenommen werden, um die Entstehung und Ausbreitung von Bränden zu verhindern, beziehungsweise einzudämmen.

Gesetzliche Grundlage des baulichen Brandschutzes

Das föderale System in Deutschland räumt den einzelnen Bundesländern eine gewisse Eigenständigkeit in ihrer Gesetzgebung betreffend verschiedener Teilgebiete ein. Hierunter fällt auch die gesetzliche Regelung des baulichen Brandschutzes. Obwohl es keine allgemeingültige Regelung gibt, besteht seit einiger Zeit die Musterbauordnung (MBO) für Länderbauordnungen, die als Orientierungshilfe dient. Die MBO ist zwar nicht bindend, besitzt aber Empfehlungscharakter. Grundsätzlich gilt, dass beim Bau eines jeden größeren Gebäudes in Deutschland ein Brandschutzkonzept ausgearbeitet werden muss, das mit den zuständigen örtlichen Behörden abgestimmt wird. Jeder Bauherr ist überdies hinaus verpflichtet ein Brandgutachten von einem anerkannten Brandgutachter erstellen zu lassen, das die Sachmäßigkeit des baulichen Brandschutzes akkreditiert. Insbesondere bei Gebäude, die der Öffentlichkeit zugänglich sind wie Bahnhöfe oder solche, in denen sich Menschen aufhalten, die körperlich eingeschränkt sind wie beispielsweise Krankenhäusern ist die sachgemäße Ausarbeitung von baulichen Brandschutzkonzepten von hoher Wichtigkeit.

Verschiedene Aspekte des baulichen Brandschutzes

Unter den baulichen Brandschutz fallen verschiedene Maßnahmen, die beim Bau von Gebäuden vorgenommen werden. Bei der Planung eines Gebäudes werden Vorkehrungsmaßnahmen getroffen wie beispielsweise eine Untersuchung des Brandverhaltens der verwendeten Baustoffe oder auch des Feuerwiderstands der einzelnen Bauteile. Ein weiterer Aspekt ist die Aufteilung des Gebäudes, wobei Brandabschnitte festgelegt werden, die durch Brandwände und Brandschutztüren abgliedert werden können und somit im Ernstfall die Ausbreitung des Feuers verhindern. Auch müssen Fluchtwege vorab geplant und gut sichtbar gekennzeichnet werden und der Einbau von Sprinkleranlagen, die die Löschung eines Feuers unterstützen, an strategisch sinnvollen Orten erfolgen.

Obwohl all diese Maßnahmen sehr sinnvoll und unabdingbar sind, ersetzen sie nicht einen sachgemäßen Umgang mit Feuer und möglichen Brandquellen. Baulicher Brandschutz wirkt nämlich hauptsächlich Schaden begrenzend, kann in den meisten Fällen aber das Entstehen eines Feuers nicht verhindern.

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