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Wenn bestimmte Voraussetzungen von Bausubstanz, Statik und Neigung des Daches erfüllt sind, kann durch den Dachbodenausbau nützlicher und vergleichsweise kostengünstiger Wohnraum erschlossen werden. Erfahren Sie mehr zum Thema auf Bawi.de!

Dachbodenausbau

Beim Dachbodenausbau kann nicht nur Wohnraum gewonnen sondern auch der Wärmeenergieverlust gesenkt werden! © Rainer Sturm / pixelio.de

Durch den Ausbau des Dachbodens kann für relativ wenig Geld und bei vergleichsweise geringem Arbeitsaufwand neuer Wohnraum erschlossen werden. Das Fundament und die Gebäudehülle bestehen bereits. Außerdem kann oftmals auch Energie eingespart werden. Denn häufig ist der ungenutzte Dachraum beziehungsweise das alte Dach schlecht gedämmt, weshalb große Mengen Heizwärme in den kalten Monaten über eben dieses verloren gehen. Damit sich ein Dachbodenausbau wirklich lohnt, sollten Dachraum und -konstruktion bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Neigung, Statik und die Heizanlage des Gebäudes spielen dabei eine Rolle.

Dachbodenausbau: Welche Voraussetzungen sollten erfüllt sein?

Damit der Ausbau des Dachbodens am Ende nicht zu teuer wird, sollten vor allem Statik und Bausubstanz geeignet sein! Der neu erschlossene Lebensraum muss von den unterliegenden Geschossen getragen werden. Daher sollte lieber ein Ingenieur, Statiker oder Architekt zurate gezogen werden, welcher die zukünftige Last berechnet und die Statik überprüft. Außerdem wäre es von Vorteil, wenn die Holzkonstruktion des Daches nicht von Holzbock oder Schwamm befallen und die Dachhaut komplett dicht ist. Ansonsten muss das Dach vor dem Dachbodenausbau gründlich saniert werden!

Damit verhältnismäßig viel Wohnraum mit ausreichender Deckenhöhe (2,3 beziehungsweise 2,5 Meter) erschlossen werden kann, sollte das Dach über eine bestimmte Neigung verfügen. Theoretisch ist ein Ausbau bereits ab einer Dachneigung von 20° möglich, rentabel sind jedoch 30° bis 35°! Ergänzend dazu ist eine möglichst große Haustiefe wünschenswert.

Erkundigen Sie sich außerdem, ob Sie für den Dachbodenausbau eine Genehmigung benötigen oder ob ein Anzeigen des Bauvorhabens ausreicht. In jedem Fall benötigen Sie eine Genehmigung, wenn die Statik oder äußere Gestalt des Gebäudes verändert wird oder wenn eine neue, abgeschlossene Wohnung im Dachraum entsteht.

Welche Arbeiten fallen beim Ausbau des Dachbodens an?

Beim Dachbodenausbau muss in der Regel zunächst die Wärmedämmung ausgebessert werden. In der Regel muss hier die Energiesparverordnung beachtet werden. Dafür wird eine Dämmschichtstärke von mindestens 20 bis 30 Zentimetern empfohlen.
Für den neuen Fußboden gilt: Ein stabiler und trittschallgedämmter Untergrund ist notwendig! Trockenestrich bildet hier eine leichte Alternative zu Betonestrich.
In der Regel wurde der Dachboden bisher über eine schmale Luke mit ausziehbarer Leiter erreicht. Da der Zugang zum Dachboden allerdings in Zukunft regelmäßig genutzt wird und im Gefahrenfall als Fluchtweg dient, muss dieser Zugang erweitert und eine Treppe eingebaut werden. Diese muss in den meisten Fällen aus Platzgründen entweder in Form einer Spindeltreppe oder einer steilen einläufigen Treppe konstruiert werden. Letztere ist für den wahrscheinlich anstehenden Möbeltransport geeigneter.

Um das Dach von innen zu verkleiden und einen größeren Dachraum in mehrere Räume einzuteilen, sind außerdem Trockenbauarbeiten mit anschließendem Anbringen von Tapeten oder Anstrichen notwendig. Auch müssen Strom- und gegebenenfalls Wasserleitungen verlegt werden, um die Versorgung des ausgebauten Dachbodens zu gewährleisten. Auch eine Heizung muss in der Regel installiert werden. Im Idealfall reicht die im Gebäude vorhandene Leistung der Heizanlage aus, um diese einfach zu erweitern. Ist dies nicht der Fall, so müssen Sie sich ein neues System anschaffen oder den Dachboden dezentral beheizen.

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