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Dachdecker-Berufsbild

Der Dachdecker-Beruf - Arbeiten in luftiger Höhe © Rita Köhler by pixelio.de

Für eine wetterfeste Bedachung von Häusern in ganz Deutschland sorgen etwa 15.000 Dachdecker-Betriebe. Aber der Beruf Dachdecker beinhaltet weit mehr als nur das Verlegen einer Dacheindeckung aus Dachziegeln, Dachsteinen, Reet oder anderen Materialien.

Besonders in der kalten Jahreszeit ist es wichtig, dass Hausdächer mit guter Wärmedämmung ausgestattet sind. Das ist nicht nur notwendig, wenn das Dachgeschoss ausgebaut ist. Genau, wie der Kopf eines Menschen die meiste Hitze abgibt, kann auch ein ungedämmtes Dach für den Verlust von kostbarer Heizungswärme sorgen. Um ein böses Erwachen bei Erhalt der Heizkostenabrechnung zu vermeiden, sollten sich die Hausbewohner deshalb rechtzeitig mit einem Dachdecker in Verbindung setzen, um die fachgerechte Isolierung des Daches zu gewährleisten.

Da das Thema Solarenergie in den letzten Jahren immer wichtiger geworden ist, haben sich viele Dachdecker-Betriebe inzwischen auch auf die Installation von Photovoltaik-Anlagen spezialisiert. Durch das Anbringen von Solarmodulen auf dem Dach können die Dachprofis dafür sorgen, dass in deutschen Haushalten nicht nur Energie gespart wird. Es gibt auch die Möglichkeit, gewonnene Energie in das örtliche Stromnetz einzuspeisen und so noch zusätzlich Geld zu verdienen.

Das Dach wird immer mehr auch zu einer Freizeitanlage. Dachdecker, die sich auf das Anlegen von Dachbegrünungen spezialisiert haben, schaffen hier Dachterrassen, die im Sommer für verschiedenste Freizeitaktivitäten genutzt werden können.

Weiterhin arbeiten Dachdecker mit anderen Handwerkern wie Zimmermännern und Spenglern zusammen. Diese fertigen beispielsweise Dachstühle aus Holz und Dachzubehör-Teile wie Schornsteinverkleidungen und Dachrinnen, die dann von den Dachprofis in Teamarbeit angebracht werden.

Ausbildung zum Dachdecker

Wie in vielen anderen Handwerksberufen dauert die Dachdecker-Ausbildung 3 Jahre und wird im Dualen System absolviert. Das heißt, dass die Lehrlinge die Berufsschule besuchen und gleichzeitig in einem Lehrbetrieb ausgebildet werden. Dabei liegt das Gehalt eines Dachdecker-Lehrlings im ersten Jahr bei 450 Euro, im zweiten Jahr bei 630 Euro und im letzten Lehrjahr erhalten die Auszubildenden 875 Euro. Wer eine Führungsposition anstrebt oder einen eigenen Betrieb eröffnen will, hat nach der Ausbildung noch die Wahl eine Weiterbildung zu besuchen und so den Meisterbrief zu erhalten. Anschließend kann das Gehalt eines Dachdeckers dann zwischen 3000 und 4500 Euro liegen.

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