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Der Energieausweis soll als Orientierungshilfe hinsichtlich der Energieeffizienz von Gebäuden dienen. Welche Formen des Ausweises gibt es? Welche Kriterien legt der Energieausweis zur Bewertung des Hauses an? Antworten auf diese Fragen finden Sie auf Bawi.de.

Energieausweis

Der Energieausweis dient der energetischen Bewertung von Gebäuden. - © ehuth by pixelio.de

Das Thema Energieoptimierung gewinnt in den Köpfen der Menschen in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Daran sind nicht zuletzt die beständig steigenden Heiz- und Stromkosten schuld. Vonseiten der deutschen Bundesregierung wurde daher 2002 die sogenannte Energieeinsparverordnung zur Verbesserung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden in Kraft gesetzt. Darin werden bestimmte bauliche Bestimmungen für den Einsatz von Wärmeverbundsystemen zur Energieoptimierung in Neubauten und bei der Altbausanierung festgelegt.

Um hierbei die energetische Bewertung eines Gebäudes in Form eines Dokuments für Hausbesitzer und Kaufinteressierte zugänglich zu machen, wurden ebenfalls 2002 die sogenannten Energieausweise von der Deutschen Energie Agentur GmbH (dena) entwickelt und getestet. Diese unterteilen sich in einen Bedarfs- und Verbrauchsausweis, mit jeweils eigenen Bestimmungen zur Ausstellung.

Der bedarfsorientierte Energieausweis

Bei diesem Energieausweis werden ausschließlich die baulichen Voraussetzungen eines Gebäudes, sprich dessen Alter, das Baujahr der Heizung, die zur Wärmedämmung verwendeten Materialien, usw. herangezogen, um so ein möglichst aussagekräftiges Bild des realen Energieverbrauchs abzubilden. Um hier die korrekten Angaben zu machen, ist es notwendig, dies durch einen spezialisierten Fachmann im Rahmen einer Begehung durchführen zulassen. Der Energiebedarfsausweis kann für jedes Gebäude beantragt werden, verpflichtend ist er jedoch für Häuser mit 4 oder weniger Wohnungen, deren Bauantrag vor 1977 gestellt wurde oder die nicht der bundesweit einheitlichen Wärmeschutzverordnung (WschV) aus demselben Jahr entsprechen. Er beinhaltet außerdem Empfehlungen zur Verbesserung der Energieeffizienz, die vor allem für die energetische Altbausanierung hilfreich sind.

Der verbrauchsorientierte Energieausweis

Hierbei handelt es sich um einen Energieausweis, dessen Grundlage die Verbrauchsdaten eines Gebäudes bilden. Dabei wird der Energieverbrauch von mindestens 3 aufeinanderfolgenden Abrechnungszeiträumen herangezogen, um einen durchschnittlichen Wert zu ermitteln, der wiederum als Beleg für den realen Verbrauch dienen soll. Aufgrund der Abhängigkeit vom Heizverhalten der Mieter ist der Energieverbrauchsausweis jedoch nur bedingt aussagekräftig hinsichtlich der Effektivität der Wärmedämmung eines Hauses. Die Ausstellung eines solchen Ausweises erfolgt in erster Linie über ausgebildete Handwerker im Baugewerbe.

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