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Energiesparhaus

Energiesparhaus - © Dontworry by Wikimedia

Diejenigen, welche die Meinung vertreten, dass umweltfördernde Maßnahmen stets zu Lasten des eigenen Finanzbudgets gehen, werden sich eines besseren belehren lassen müssen. Wie sich dem Namen ableiten lässt, kann mit einem Energiesparhaus der eigene Energiebedarf reduziert werden. Und da die Energiekosten mit Heizung und Warmwasserbereitung mit den größten Kostenblock in einem Haushalt ausmachen, bedeutet dies de facto eine enorme finanzielle Entlastung.

Eingangs sei erwähnt, dass seit 2002 alle Neubauten die Standards der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllen müssen. Hierbei gibt es sehr konkrete Anforderungen in Bezug auf Wärmedämmung, Klimaanlagen, Nachspeicherheizungen etc. Ab dem Jahr 2012 sollen die Anforderungen nochmals verschärft werden.

Erhebliches Sparpotential eröffnet sich bereits bei der Finanzierung. Der Bund gewährt über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) attraktive Förderungen und Zuschüsse. Je energieeffizienter gebaut wird, desto höher fallen gerade die Zuschüsse aus. So gibt es für ein KfW- Energiesparhaus 55 einen Zuschuss i.H.v. 5%, bei einem KfW- Energiesparhaus 40 sogar einen Zuschuss i.H. v. 10% der maximalen Darlehenssumme von 50.000 EUR. Der effektive Zinssatz beläuft sich aktuell auf lediglich 3,09% pro Jahr und es werden mehrere tilgungsfreie Jahre gewährt. Aber auch diejenigen, die Ihr Haus energieeffizient sanieren, erhalten attraktive Zinskonditionen über die KfW.

Fossile Brennstoffe wie Öl oder Gas haben in der Vergangenheit eine beeindruckende Preisentwicklung hingelegt – und zwar in nördlicher Richtung. Über die letzten 12 Jahre hat sich der Heizölpreis pro 100 Liter sogar fast verdreifacht. Ein Energiesparhaus kommt mit günstigeren Energieträgern zurecht. Über eine Solar-/ Photovoltaikanlage kann der Hausbesitzer die Sonne kostenlos anzapfen. Über eine Kombination mit einer Pelletsheizung lässt sich der restliche Energiebedarf leicht decken. Und mit einer Wärmepumpe ist eine einfache Nutzung der Erdwärme möglich. Die Anschaffungskosten haben sich innerhalb weniger Jahre amortisiert. Bei Einspeisung des Stromes in das öffentliche Netz gibt es sogar eine attraktive Förderung des Bundes obendrauf. Da es sich bei Holz um einen regenerativen Brennstoff handelt, ist in den nächsten Jahren höchstens eine moderate Erhöhung zu erwarten.

Die jährlichen Betriebskosten für eine Öl- Niedrigtemperaturheizung belaufen sich auf etwa 1.750 EUR im Jahr. Bei einer Gas-Brennwertheizung liegen diese mit etwa 1.720 EUR nur geringfügig darunter. Eine Pelletheizung dagegen, verursacht Betriebskosten von ca. 1.500 EUR per annum. Die jährliche Ersparnis beträgt somit 200 EUR. Der Betrieb einer Wärmepumpe ist mit etwa 500 EUR im Jahr sogar noch günstiger. Die Ersparnis beläuft sich hier auf satte 1.200 EUR.

Mit einem Energiesparhaus lassen sich somit hohe Kosten einsparen und gleichzeitig aufgrund des niedrigeren Co2- Ausstoßes künftige Generationen entlasten. Eine sinnvolle Investition in die Zukunft.

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