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Frisch verlegter Estrich

Nach dem Estrich verlegen muss der Estrich gründlich trocknen © ~konny by flickr.com

Neue Fliesenbeläge verleihen Wohnräumen Flair, Eleganz und modernes Design. Umso ärgerlicher wäre es, wenn das fertige Bau-Ergebnis durch einen beschädigten Betonboden leiden müsste. Absackende und splitternde Platten lassen sich bei älteren Untergründen jedoch nur vermeiden, wenn man bereit ist, einen Estrich zu verlegen. Um möglichst makellose Resultate garantieren zu können, sollte der Eigenheimbesitzer nicht selbst tätig werden, sondern sich vom Fachmann unterstützen lassen.

Zunächst ist die Entscheidung zu treffen, welche Estrich-Art die jeweilige Bausituation erfordert. En gros lassen sich in Material- und Montage-Hinsicht Fließestrich, schwimmender Estrich und Trockenestrich unterscheiden.

Estrich verlegen – Verschiedene Varianten

Fließestriche setzen sich zum Großteil aus den Bindemitteln Zement oder Calziumsulfat zusammen. Sie werden vom Baustoffhandel in Trockenform angeliefert, mit Wasser angemischt und schließlich durch Baupumpen aufgebracht. Fließestriche erfreuen sich vor allem aufgrund ihrer seidigen End-Struktur großer Beliebtheit bei Profis und Hobbyhandwerkern. Diese lässt sich noch weiter durch die Zugabe spezieller Fließstoffen verbessern. Zementäre Estriche sind sehr günstig (etwa zehn Euro pro Quadratmeter), robust und aufgrund spezieller chemischer Resistenzen bestens für Nassbereiche aller Art geeignet. Vorsichtig sollte man hier lediglich mit Calziumsulfat-Gemischen walten lassen. Bisweilen neigen sie dazu, Feuchtigkeit zu absorbieren und bei unsachgemäßem Einbau aufzuquellen bzw. zu schimmeln. Ein weiterer Nachteil von Fließestrichen besteht in verhältnismäßig langen Trockenzeiten. Bis zu 30 Tage können bis zur Belagfähigkeit vergehen. Hier helfen auch kleine Tricks wie das Aufstellen einer Infrarotheizung nicht. Solange der Belag nicht bis in die letzten Millimeter durchgetrocknet ist, müssen die Arbeiten ruhen.

Wesentlich schneller kann man auf schwimmende Estriche bauen. Hier wird die Zement- oder Calziumsulfat-Masse dünn oberhalb einer Dämmschicht aus Kunststoff oder pflanzlichen Materialien eingebaut. So lassen sich nicht bloß hervorragende Wärme- sondern auch Trittschalldämmwerte erzielen. Schwimmende Estriche eignen sich aus diesem Grund auch bestens für eine Kombination mit Fußbodenheizungen.

Trockenestriche sind in Form von Gips-Paneelen erhältlich. Sie lassen sich wie Puzzleteile miteinander verbinden und gelten deshalb als die Einsteiger-Variante beim Estrich-Verlegen. Wenn man hinterher nicht zahlreiche Stellen mit Fließspachtel nachbessern möchte, sollte der Einbau jedoch möglichst umsichtig erfolgen. Trockenestriche verfügen über eine gröbere Oberfläche als Fließestriche. Selbst die kleinsten Beschädigungen können dafür verantwortlich sein, dass der Fliesenbelag nicht optimal aufliegt.

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