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Feuchtes Kellergewölbe

Feuchte Wände treten besonders häufig im Keller auf - © Uwe Todte by pixelio.de

Feuchte Wände! Bei dieser fachlichen Einschätzung stoppt vielen Eigenheimbesitzern der Atem. Ein durchfeuchtetes Mauerwerk bedeutet teure und langwierige Sanierungsarbeiten. Weiterhin ist die Chance sehr groß, dass das Problem nicht vollständig beseitigt werden kann. Feuchte Wände sollten auf jeden Fall durch einen Fachmann saniert werden, denn zu den Arbeiten zählen auch eine umfangreiche Ursachenforschung und einen regelmäßige Kontrolle im Nachhinein.

Ursachen feuchter Wände

Feuchte Wände entstehen durch eindringendes Wasser in den Kapillaren des Mauerwerks. Durch die Oberflächenspannung des Wassers entsteht ein Sog, wodurch die Nässe innerhalb der Wände nach oben steigt. Das Wasser bietet Parasiten, wie beispielsweise Schimmelpilzerregern eine hervorragende Lebensgrundlage.

Die Ursachen für das Wasser können unterschiedlicher Natur sein. Eine Gefahr für das Mauerwerk bildet immer wieder drückendes Grundwasser. Dazu werden bei Neubauten Horizontalsperren eingebaut, die das Aufsteigen der Feuchtigkeit verhindern sollen.
Eine weitere Ursache kann Spritz- oder Sickerwasser sein. Dieses Wasser dringt an der Außenseite in das Mauerwerk ein und setzt sich fest. Besonders anfällig wird das Mauerwerk bei defekten Hausfassaden. Hier kann der Niederschlag nahezu ungebremst in die Wand eindringen. Auch feuchtes Erdreich ist schädlich für eine Wand. Daher ist anzuraten, dass bei unterkellerten Gebäuden eine vertikale Sperre eingebaut wird. Eine zusätzliche Drainage sorgt dafür, dass das Wasser abgeleitet wird. Als Sperre werden meist Bitumenbahnen verwendet.

Mauerwerkstrockenlegung bei feuchten Wänden

Bestmöglichen Schutz bietet eine Kombination aus beiden Systemen. Je nach Durchfeuchtungsgrad der Mauer stehen dem Fachmann verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um die Mauerwerkstrockenlegung durchzuführen. Bei einer hohen Durchfeuchtung kann eine mechanische Horizontalsperre eingebaut werden. Hierbei handelt es sich um eine Schicht aus Bitumen, PR-Fiberglas oder Edelstahl, die in das Mauerwerk eingebaut werden. Dazu muss eine durchgehende Fuge entfernt werden. Die Platten werden anschließend im Mauerwerk verkeilt und das Loch geschlossen.

Auch ein Injektionsverfahren kann angewendet werden, um feuchte Wände zu bekämpfen. Bei dieser Methode wird flüssige Füllmasse über Bohrungen in das Mauerwerk eingelassen. Anschließend breitet sich der flüssige Füllstoff im Mauerwerk aus, verschleißt die Kapillaren und bildet somit eine elastische Sperre. Als Füllstoffe kommen meist Silikon, Silikonharze oder Silikate zum Einsatz.

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