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Der Gerüstbau erbringt innerhalb der Baubranche wichtige Vorleistungen. Ohne die schwindelfreien Gerüstbauer können Maurer, Verputzer und Dachdecker nur bedingt arbeiten.

Gerüstbau

Die Sicherheit steht beim Gerüstbau an erster Stelle. © Bernd Sterzl / pixelio.de

Die Ausbildung zum Gerüstbauer ist erst seit 1998 anerkannt. Die Aufnahme in die Handwerkskammer als Vollhandwerk ist eine Reaktion auf die wachsenden Anforderungen des Gerüstbau-Handwerks. Ziel der Ausbildung ist es, dass der Lehrling selbstständig, aber innerhalb des Teams, den Aufbau aller Gerüstarten beherrscht. Gegenseitiges Vertrauen und große Gewissenhaftigkeit sind für den Gerüstbauer unentbehrlich, nur so kann das Verletzungsrisiko für alle minimiert werden. Haben Sie einige Jahre Berufserfahrung und wollen mehr Verantwortung tragen, dann empfiehlt sich eine Weiterbildung innerhalb des Handwerks. Der Meister oder Kolonnenführer sind attraktive Weiterbildungsziele. Neben der zusätzlichen Verantwortung bringen diese Qualifikationen ein höheres Gehalt mit sich.

Gerüstbau: Meister für Selbstständigkeit notwendig

Wollen sie sich im Gerüstbau-Handwerk selbstständig machen? Eine Selbstständigkeit ohne Meistertitel ist im Gerüstbau nicht möglich. Dies ist nachvollziehbar, wenn man sich die hohen Anforderungen anschaut, die an ein sicheres Gerüst gestellt werden: Regelmäßig muss das Gerüst in der Fassade verankert werden, die Abstände zur Hauswand dürfen nicht zu groß sein und der Ablauf des Aufbaus muss durchdacht sein, sonst kann es schnell zu tragischen Unfällen kommen.
Da der Gesetzgeber den Sicherheitsaspekt, der maßgeblich von der Qualifikation der Verantwortlichen abhängt, für immens wichtig erachtet, macht die Meisterpflicht Sinn.
Ein Bereich, der weniger mit Gerüstbau in Verbindung gebracht wird, aber genauso beachtet werden muss, sind Regelungen zum Denkmalschutz bei betreffenden Gebäuden. Die Fassade soll durch ein Gerüst wenig beschädigt werden, andererseits muss man Verankerungen anbringen, da sonst die Stabilität des Baugerüsts leiden würde. Der Gerüstbauer muss über entsprechende Regelungen informiert sein, um diese Aspekte zu berücksichtigen.

Gerüstbau: Gerüstformen

Vielfältige Gerüstformen und deren Aufbau muss der Gerüstbauer beherrschen. Am häufigsten kommt das Standgerüst zum Einsatz. Die Fixierung erfolgt am Gebäude und das Gerüst wird durch den Boden gestützt. Wenn Sie in sehr großen Höhen arbeiten müssen oder eine Fixierung auf dem Boden nicht möglich ist, kommen Hängegerüste zum Einsatz. Der Kölner Dom war lange Zeit mit so einem Gerüst ausgestattet. Gerüste können aus Holz, Bambus oder Metallen sein. Verwendete man früher häufig das Stahlrohr-Kupplungs-System, kommen heute verstärkt Modulsysteme, die nach dem Baukastenprinzip aufgebaut sind, zum Einsatz.

Infos und Tipps zu Denkmalschutz, Denkmalpflege, Altbau und Altbausanierung finden Sie hier.

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