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Gerüstbauarten - die Entwicklung des modernen Gerüsts © BIRD-Perspektive

Der Gerüstbau hat sich in den letzten 100 Jahren sehr verändert. Viele Gerüstbauarten, wie das Stangen- oder Bockgerüst werden heute kaum noch im konventionellen Gerüstbau verwendet. Die Gründe hierfür liegen in der Aufwendigkeit des Auf- und Abbaus. Die Wirtschaftlichkeit im Sinne von Zeitersparnissen spielen für die Entwicklung der modernen Gerüste eine wesentlichen Rolle. Darüber hinaus gehören Arbeitssicherheit und technische Standards, wie DIN Normen, zur Ausstattung eines modernen Gerüsts.

Gerüstbauarten: vom Holzgerüst zum Hightech-Gerüst

Das aufwendig aufzubauende Stangengerüst wurde vom Stahlrohr-Kupplungsgerüst abgelöst. In puncto Sicherheit wurden im Gerüstbau neue Maßstäbe gesetzt. Stabiler als sein Vorgänger, werden die Rohre durch sogenannte Kupplungen verbunden, die das Gerüst zu einer hohen Stabilität führen.

Die vielen Einzelteile des Stahlrohr-Kupplungsgerüsts machen die Lagerung und den Transport kostspielig sowie den Auf- und Abbau zeitaufwendig. Der Gerüstbau musste systematisiert werden, um effizienter zu werden. Die Konstrukteure arbeiteten an der Entwicklung von vorgefertigten Gerüstrahmen, um durch das Ineinanderstecken mehr Zeit zu sparen. Die Entwicklung der Rahmenbauweise nahm seinen Anfang. Hinzu gehören andere Systemgerüste, wie das Modulknotengerüst oder das Mastkonsolgerüst. Alle diese Gerüste besitzen keine aufwendige Verbindungstechnik. Durch einfaches Ineinanderstecken werden die einzelnen vorgefertigten Teile miteinander verbunden.

Gerüstbauarten werden angepasst an die jeweilige Bauleistung

Im Gerüstbau werden die Gerüstbauarten nach den jeweiligen Bauleistungen unterteilt. Es gibt 6 Gruppen von Arbeits- und Schutzgerüsten, die je nach Belastung in einer dieser Gerüstgruppen eingeteilt werden. Arbeits- und Schutzgerüste sind meist Fassadengerüste, die bei Maler-, Putz oder Sanierungsarbeiten verwendet werden.

Das Traggerüst kommt häufig im Massivbau zum Einsatz, weil sie im Vergleich zu Arbeitsgerüsten extremere Lasten aufnehmen können. Meistens werden Traggerüste als Stützgerüste im Brückenbau verwendet, bis die Brückenpfeiler das Gewicht der Brücke selbst tragen können.

Weitere Gerüstbauarten sind Roll- oder Fahrgerüste. Sie werden für kleinere kurzfristige Arbeiten an Hausfassaden eingesetzt und haben den Vorteil der Mobilität. Sie sind kleiner als die herkömmlichen Gerüste und können je nach Arbeitsort verschoben werden.

Hängegerüste sind keine Standgerüste und werden direkt am Gebäude befestigt. Sie kommen dann zum Einsatz, wenn ein stabiler Untergrund für das Standgerüst fehlt.

Alle Gerüstbauarten müssen jedoch den nationalen wie auch internationalen Standards entsprechen und müssen sich an sicherheitstechnischen Bestimmungen der Baubehörden halten. Auf jeden Fall gilt es, die gegebenen Unfallverhütungsvorschriften im Gerüstbau einzuhalten.

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