Laminat – Die preisgünstige Alternative zu Holzfußböden

Laminat verlegen - einfach und preisgünstig © Gerda Bruske by pixelio.de

Laminat ist ein beliebter Bodenbelag, schließlich lässt sich damit so mancher Wohnraum optisch aufwerten. Es besteht vorwiegend aus geschichteten Span- oder MDF-Platten, die mit einer dünnen Dekorschicht verziert und mit Melaminharz versiegelt werden. In ihrem Dekor imitieren Laminatböden meist echte Holzböden, sprich Dielen- oder Parkettfußböden. Im Gegensatz zu einem Holzfußboden ist Laminat jedoch deutlich preiswerter, pflegeleichter und einfacher zu verlegen. Zumindest wenn es sich um sogenanntes Klick-Laminat handelt, das nicht verleimt werden muss, sondern einfach ineinander geschoben wird.

Preiswerter bedeutet übrigens nicht zwingend qualitativ minderwertig. Auch ein Bodenbelag aus Laminat vermag, je nach Paneelstärke, so einiges auszuhalten. Dabei gilt: je dicker das Paneel, desto strapazierfähiger der Laminatboden. Einfaches Laminat hat eine Stärke von 6 mm, während besonders robustes Laminat eine Stärke von bis zu 12 mm aufweist. Derart dickes Laminat ist aber nur im gewerblichen Bereich notwendig. Für den Privatbereich sollten es aber schon 7 mm sein.

Laminat-Nutzungsklassen

Neben der Paneelstärke hilft zudem die Einteilung in Beanspruchungs- bzw. Nutzungsklassen (kurz NK) bei der Wahl des richtigen Laminats, wobei auch hier grundsätzlich zwischen privaten und gewerblichen Einsatzzwecken unterschieden wird. Für die Nutzung im privaten Bereich gibt es Laminat in den Nutzungsklassen 21 (geringe bis zeitweise Nutzung), 22 (mittlere Nutzung) und 23 (intensive Nutzung); die Klassen 31, 32 und 33 beziehen sich auf die gewerbliche Nutzung.

Ruhe dank Trittschalldämmung

Laminat hat allerdings auch einen entscheidenden Nachteil: es ist relativ trittlaut. Daher sollte Laminat nie ohne Trittschalldämmung verlegt werden – die Nachbarn in der Wohnung darunter werden es danken. Als Trittschalldämmung eignen sich verschiedene Materialien wie Schaumvlies, Korkmatten oder Rippenpappe. Wer sich das Verlegen eines separaten Dämmmaterials sparen möchte, greift zu Laminat mit integrierter Trittschalldämmung. Hier ist das Dämmmaterial schon fest mit dem Paneel verklebt.

Laminat schwimmend verlegen

Modernes Laminat wird meist schwimmend verlegt. Dabei wird der Fussboden mit einer Estrichschicht versehen, auf der das Laminat lose verlegt wird. Entscheidend für eine dauerhafte Haltbarkeit des Materials ist, dass die Estrichschicht vollkommen eben ist. Besonders wenn eine Fußbodenheizung installiert wird, ist auf die Ebenheit zu achten, um Dellen im Laminat zu vermeiden. Im Zweifelsfall sollten die Fugen verleimt werden, oder aber das Material wird vollflächig auf dem Untergrund verklebt. Der Nachteil einer Verklebung ist, dass das Laminat dann nicht mehr z. B. bei einem Umzug einfach abgebaut und an einem anderen Ort neu verlegt werden kann.

Pflege und Reinigung

Noch ein paar Tipps zur richtigen Pflege und Reinigung von Laminat: grundsätzlich ist Laminat sehr pflegeleicht. Aufgrund der harten Oberfläche kann Schmutz nicht anhaften und somit leicht mit einem Besen oder einem Staubsauger beseitigt werden. Für eine gründliche Reinigung empfiehlt sich die Verwendung eines Allzweck- oder aber eines speziellen Laminatreinigers, der mit Wasser verdünnt und einem Wischtuch angewendet wird. Wichtig: das Wischtuch darf nur nebelfeucht sein. Es sollte also gut ausgewrungen werden, bevor der Laminatboden damit gewischt wird. Ist das Tuch zu nass, besteht die Gefahr, dass der Boden über die Fugen Wasser aufnimmt und aufquillt. Außerdem sollte bei Laminat niemals zu Polituren, Wachs oder scheuernden Reinigungsmitteln gegriffen werden.

Unschöne Kratzer lassen sich übrigens vermeiden, indem Stuhl-, Tisch- und Schrankfüße mit Filzgleitern versehen werden. Drehstühle sollten mit weichen Rollen ausgestattet und einer Schutzmatte unterlegt werden.

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