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Die größte Gefahr bei Wohnungsbränden geht vom entstehenden Rauch aus. Viel häufiger als durch die Flammen kommen Menschen durch das im Rauch enthaltene Kohlenmonoxid zu Schaden. Ein Rauchmelder schlägt hier frühzeitig Alarm und kann so lebensbedrohliche Situationen verhindern. Welche Gerätearten es gibt und was Sie für die Inbetriebnahme beachten sollten, erfahren Sie hier auf Bawi.de.

Rauchmelder

Ein Rauchmelder löst akustischen Alarm aus, sobald Rauchpartikel vom Sensor wahrgenommen werden. © buywantsellbest by Flickr.com

Die Verwendung von Alarmsensoren ist einer der Hauptbereiche bei der Gebäudesicherung. Auch Brand-, Flammen- oder Rauchmelder sollten weder in privaten Haushalten noch Geschäftsräumen und Industriegebäuden fehlen. Bei einer Rauchentwicklung lösen sie Alarm aus und können so einerseits für den Personenschutz, andererseits für den Sachschutz durch eine frühe Intervention sorgen.

Arten von Rauchmeldern

Rauchmelder sind Brandmeldeanlagen (BMA) und gehören neben Überfallmeldeanlagen (ÜMA) und Einbruchmeldeanlagen (EMA) zur übergeordneten Klasse der Gefahrenmeldeanlagen (GMA nach DIN VDE 0833). Ihre Sensortechnik kann nach unterschiedlichen Prinzipien funktionieren.

Optische Rauchmelder

Optische (auch: photoelektrische) Rauchmelder sind die verbreitetste Form der Brandmeldeanlagen. Sie funktionieren mittels einer Infrarot-Diode. Wird der Lichtstrahl durch vorhandene Rauchpartikel gestreut, löst das Gerät einen Alarm aus.
Eine Weiterentwicklung der optischen Rauchmelder ist der Lasermelder: hier ersetzt eine Laserdiode die herkömmliche LED.

Ionisationsrauchmelder

Bei Ionisationsrauchmeldern wird mittels Ionen ein Stromfluss zwischen zwei Metallplatten erzeugt. Wird der Stromfluss durch Rauchpartikel gestört, schlägt der Rauchmelder an.
Ionisationsmelder funktionieren empfindlicher als optische Rauchmelder, verwenden jedoch radioaktive Strahlung, um den Ionenfluss zu erzeugen. Daher finden Sie heute nur noch in Ausnahmefällen Verwendung.

Ein Rauchmelder kann vielseitig Alarm auslösen

Spricht ein Rauchmelder im Brandfall an, können verschiedene Arten des Alarms ausgelöst werden.

  • Als Externalarm werden akustische und optische Signale vor Ort bezeichnet. Sie sollen anwesende Hausbewohner von der Rauchentwicklung in Kenntnis setzen und Nachbarn aufmerksam machen.
  • Eine weitere Möglichkeit ist die Alarmierung einer hilfeleistenden Stelle (zum Beispiel die Feuerwehr). Dies kann selbsttätig geschehen und wird als Fernalarm bezeichnet.
  • Die dritte Variante ist der Internalarm. In einem solchen Fall wird das Signal des ansprechenden Rauchmelders (zumeist über Funk) an weitere Melder eines Systems weitergegeben. Besonders für weitreichende Anlagenkomplexe oder größere Gebäude, in welchen ein Alarm unter Umständen nicht überall wahrgenommen würde, ist dies sinnvoll.

Für die Installation eines Rauchmelders den Experten beauftragen

Der zertifizierte Elektriker ist der richtige Ansprechpartner, wenn es um die Installation von Sicherheitssystemen geht. Auch für die Inbetriebnahme von Rauchmeldern sollte ein Fachmann zurate gezogen werden. Dieser kann ein Gebäude oder Gelände besichtigen und ein passendes Feuermeldesystem sowohl planen als auch fachgerecht installieren. Empfehlenswert sind häufig die sogenannten Multikriterien-Melder: sie arbeiten mit verschiedenen Sensortechniken innerhalb eines Gerätes.

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