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Schneefanggitter am Dach

Schneefanggitter am Dach © Edith Ochs / pixelio.de

Gerade in der kalten Jahreszeit, wenn sich wieder einmal Schneemassen auf dem Dach ansammeln, ist es als Hausbesitzer wichtig, grundlegende Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Schneefanggitter sind hier einfach Maßnahmen, die jeder Hausbesitzer auf dem Dach anbringen sollte. Besonders in Bayern und Baden-Württemberg ist dies sogar durch das Gesetz vorgeschrieben. Bei einer Dachneigung von mehr als 45 Grad müssen die Schneefanggitter angebracht werden, um Dachlawinen entgegenzuwirken. Sonst wären vorbeigehende Passanten in Hauseingängen oder auf Gehwegen gefährdet.

Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Schneefanggitter nicht nur an Stellen angebracht werden, an denen akute Gefährdung herrscht. Vielmehr sollte das Gitter über die gesamte Breite des Hauses verlaufen.

Eine deutschlandweite Auflage gibt es zwar nicht, aber die Bauaufsichtsbehörde kann gegebenenfalls ein Schneefanggitter vom Hausbesitzer fordern, wenn eine Gefährdung der Öffentlichkeit ersichtlich ist.

Schneefanggitter: Montage und Belastung

In der Regel werden Schneefanggitter aus Metall hergestellt. Mögliche Materialien sind hier verzinkter Stahl, Aluminium oder Kupfer. An Häusern, die auf traditionelle Art und Weise gebaut wurden, kann auch eine Variante aus Holz angebracht werden, die dann jedoch die Form eines Balkens hat. Man spricht hier auch von Schneefangbalken. Für die Montage eines Schneefangbalkens müssen zuerst Dachpfannen mit Haken angebracht werden, in die in einem zweiten Schritt die Balken eingelegt werden. Der Nachteil hierbei ist, dass Holz ein sehr wartungsintensives Material ist und deshalb mehr Pflege braucht.

Bevor ein Schneefanggitter auf dem Dach installiert wird, sollte ein Dachdecker die Belastung, die das Gitter aushalten muss, berechnen. Erst dann kann ein passendes Schneefanggitter erworben werden. Im Handel verfügbar sind die Gitter mit Querschnitten von 17 x 17 Millimeter oder 20 x 20 Millimeter. Für die Berechnung bedient sich der Fachmann der DIN-Norm 1055-5.

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