RSS:Artikel

Du bist hier: Startseite » Tischler & Schreiner » Schreiner: Definition und Ausbildung

Holzstapel

Der primäre Werkstoff des Schreiners ist Holz © Gerd Altmann by pixelio.de

Das Schreiner – Handwerk beschäftigt sich mit der Bearbeitung von Holz zur Herstellung von Möbeln sowie der Fertigung und Montage von Bauelementen für den Innenausbau von Gebäuden. Hierrunter fallen insbesondere Parkettböden oder Wandverkleidungen aus Holz . Synonym kann für Schreiner auch der Begriff des Tischlers herangezogen werden, der im Norden der Bundesrepublik häufiger als Berufsbezeichnung Verwendung findet.

Die Schreinerei gehört wie die Glaserei oder andere Handwerksberufe zu den Ausbildungsberufen. Die Lehrzeit beträgt dabei in der Regel drei Jahre, wobei allerdings unter bestimmten Umständen eine Verkürzung der Lehrzeit auf 2 Jahre möglich ist. Zum Beispiel kann eine Verkürzung bei besonders guten Leistungen in der Ausbildungszeit oder unter Abwägung gewisser Kriterien wie dem Alter des Lehrlings oder seiner beruflichen – beziehungsweise schulischen Vorbildung erfolgen. Die Ausbildung findet im dualen System, an Berufsschulen sowie im Betrieb, statt. Hierbei wird die Ausbildungszeit in eine zweijährige Ausbildung im Betrieb sowie ein einjähriges Berufsgrundbildungsjahr, an einer Berufsschule, untergliedert.

Weiterbildungsmöglichkeiten für Schreiner

Nach abgeschlossener Ausbildung bieten sich Schreiner-Gesellen mehrere Möglichkeiten zur Fortbildung in ihrem Beruf oder zur Spezialisierung. Die höchste Qualifikation, die ein Schreinergeselle im Rahmen einer Fortbildung erwerben kann, ist der Meisterbrief. Dieser erleichtert den Erwerb einer Handwerksberechtigung, die selbstständige Schreiner zur Ausübung ihres Berufs benötigen. Daneben können sich gelernte Schreiner zum staatlich anerkannten Holztechniker, Raumgestalter, Restaurator, Fachbauleiter oder Fertigungsplaner weiterbilden lassen. Wer sich im Bereich Service und Vertrieb spezialisieren möchte, kann sich zum geprüften Kundenberater fortbilden. Eine noch größere Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten steht österreichischen Schreinern offen. Dort können sie sich unter Anrechnung eines Teils der Lehrzeit zu Bootsbauern oder Fertigteilhausbauern ausbilden lassen.

Schreiner: Geschichtliche Entstehung und Bedeutung im Mittelalter

Geschichtlich spaltete sich der Beruf des Schreiners im 12. Jahrhundert, als eigenständiges Berufsfeld, von der Zimmerei ab. Die Schreinerei ist damit einer der ältesten Handwerksberufe, die es gibt. Wie andere Handwerksberufe im mittelalterlichen Europa waren damals auch die Schreiner hoch organisiert und genossen hohes Ansehen innerhalb ihrer Städte oder Dörfer. Zentraler Anlaufpunkt für die Handwerksleute waren zu jener Zeit die Zünfte, die bis ins spähte 19. Jahrhundert Bestand hatten.

Erst im 20. Jahrhundert wurde das Zunftwesen in Deutschland und anderen Teilen Europas durch das Innungswesen ersetzt. Im Gegensatz zu den Innungen heutiger Tage waren die Handwerks – Zünfte und damit auch die Schreiner – Zünfte im Mittelalter auch mit Aufgaben betraut, die ihr Handwerk nicht direkt betrafen. Beispielsweise konnten Verteidigungs- oder Feuerwehraufgaben in den Kompetenzbereich der Handwerksvereinigungen fallen.

Kommentar abgeben

© 2010 Bawi.de · RSS:ArtikelKommentare