RSS:Artikel

Du bist hier: Startseite » Innungen » Schwarzarbeit – Innungen kämpfen gegen die Schattenwirtschaft

Schwarzarbeit - Innungen kämpfen gegen die Schattenwirtschaft

Schwarzarbeit - Innungen kämpfen gegen die Schattenwirtschaft - © Holger Rausch by pixelio.de

Die Schwarzarbeit ist ein andauerndes Problem der deutschen Wirtschaft und zugleich ein leidiges Thema im Handwerkskreisen. Vor allem der Dienstleistungssektor im Handwerk ist betroffen. Einige Kreishandwerkerschaften und Innungen in Deutschland setzen sich standhaft für die Bekämpfung der Schwarzarbeit ein. Das Problem wird aktiv mit Informationsverbreitung und Überlegungen zur Rückführung bekämpft. Doch wie definiert man Schwarzarbeit? Ein Großteil der Handwerksbetriebe ist mit dem Begriff vertraut, doch sind Verstöße gegen das Gesetz oft mit Unwissenheit verbunden.

Schwarzarbeit wird in Fachkreisen auch als Schattenwirtschaft bezeichnet. Sie trifft zu, wenn die Meldepflicht gegenüber Sozialämtern oder der Agentur für Arbeit missachtet oder gegen das Sozialversicherungs- oder Steuergesetz verstoßen wird. Die Gewerbeanmeldung bei der Ausübung eines Handwerks und der Eintrag in die Handwerksrolle sind Pflicht für alle Betriebe. Der Begriff „Schattenwirtschaft“ wird verwendet, wenn die Produktion von Gütern und Dienstleistungen nicht von der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung erfasst werden können. Im Jahr gehen 10.000 Arbeitsplätze durch Schwarzarbeit verloren und dadurch entfallen 46 Millionen Euro an Lohnsteuer im Staatshaushalt.

Die Bekämpfung der Schwarzarbeit – die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land engagiert sich

Die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land und ihre Innungen gehen öffentlich mit dem Thema Schwarzarbeit um. Sie informieren ihre Mitgliedsbetriebe aber auch deren Auftraggeber über die Folgen und Ursachen der Schwarzarbeit und stellen Überlegungen zur Rückführung des Problems auf: bei privatem Wohnungsbau die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen und die Reduzierung der Mehrwertsteuer durch die Genehmigung des halben Steuersatzes oder eines Nullsatzes. Die Handwerksbetriebe würden in jedem Fall profitieren. Ob sich diese Überlegungen jedoch für den Staat auszahlen würden, bleibt abzuwarten.

Schwarzarbeit – die Innungen im Kreis Rhein-Westerwald informieren über die Risiken

Die Kreishandwerkerschaft und ihre Innungen in Rhein-Westerwald nutzen das Internet, um öffentlich mit dem Problem der Schwarzarbeit umzugehen. Sie warnen zukünftige Auftraggeber vor Qualitätsrisiken durch Arbeit und Material sowie vor Haftungsrisiken durch Funktionsmängel und Sachschäden, die die Beschäftigung von Schwarzarbeitern mit sich bringt. Des Weiteren weisen sie darauf hin, dass die Führung eines Betriebes gegen die Vorschriften der Handwerksordnung zur sofortigen Schließung führt.

Kommentar abgeben

© 2010 Bawi.de · RSS:ArtikelKommentare