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Solardachziegel

Solardachziegel: Typisch ist die kristalline Musterung. © R. B. - pixelio.de

Erneuerbare Energie, Energieeinsparverordnung, Klimawandel und Umweltschutz sind Keywörter der aktuellen Umweltpolitik. Atomunfälle zeigen uns immer wieder das gefährliche Potenzial atomarer Stromerzeugung auf. Und die zahlreichen Proteste gegen Castortransporte und unsachgemäße Atomentsorgung in unsicheren Endlagern zeigen, dass das nicht gut ankommt. Die Politik reagiert mit entsprechenden Verordnungen und Gesetzen – doch ein Wandel im großen Maßstab kann sich nur vollziehen, wenn jeder mitzieht.

Ein Anfang zur Unterstützung erneuerbarer Energien kann es sein, Solarzellen auf dem eigenen Hausdach anzubringen. Darunter muss man nicht unbedingt die Installation einer riesigen Solaranlage auf dem Dach oder einer Photvoltaikfassade verstehen. Optisch anspruchsvoller und in der entsprechenden Menge verlegt auch effizient sind Solardachziegel.

Solardachziegel sind nur effizient, wenn sie langfristig in Betrieb sind

Solardachziegel fallen inmitten herkömmlicher Dachdeckung verlegt kaum auf. Sie werden aus Ton, Schiefer oder Kunststoff gefertigt und wie normale Dachziegel auf dem Dach verlegt. Anschließend werden sie untereinander zu einer Anlage vernetzt. Die Dachziegel sind hinterbelüftet und sind mit mono- oder polykristallinen Solarzellen auf Siliziumbasis versehen. Ein Solardachziegel bietet im Schnitt Platz für bis zu 3 Solarzellen. Für eine Leistung von 1 kWh werden bei der Verwendung von monokristallinen Solarzellen in etwa 250 Dachziegel benötigt. Bei verhältnismäßig hohen Anschaffungspreisen verursacht das für den Bauherrn letztlich hohe Baukosten, insofern er eine Anlage auf dem Dach haben möchte, die sich auch rechnet. Erwirtschaftet werden die Kosten der Anlage nur, wenn das Solardach kontinuierlich und über eine lange Zeit in Betrieb ist. Hierbei sind Photovoltaik-Förderungen durch den Staat bereits einkalkuliert.

Solardachziegel sind keine Alternative zur Solaranlage

Die Leistungsfähigkeit der photovoltaischen Dacheindeckung liegt somit insgesamt zwar unter der komplexer Photovoltaik-Anlagen, sie können dafür aber auch in Situationen montiert werden, in denen der Anbau einer ganzen Anlage nicht infrage kommt. So zum Beispiel auf den Dächern von denkmalgeschützten Häusern.

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