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Stuckatur

Stuckarbeiten sind eine eigene Kunstform © Kurt Michel pixelio.de

Stuck ist eine wirkungsvolle Methode, die Fassade eines Gebäudes zu gestalten. Jedoch kommt die Verzierung nicht nur im Außenbereich zum Einsatz. Auch in den Innenräumen werden Stuckleisten, Ornamente, Rosetten oder Stuck Lampen verwendet.

Ursprünglich stammt der Stuck aus dem italienischen Raum. Bekannt geworden sind die italienischen Stuckateure der norditalienischen Hafenstadt Venedig. Die Experten breiteten sich schnell an den Adelshöfen Europas aus und schufen beeindruckende Werke.
Im Barock und im Rokoko erreichte die Bauwerkskunst mit Stuck ihren Höhepunkt. Besonders die repräsentativen Gebäude der gut betuchten Oberschicht und des Adels wurden mit prachtvollen und beeindruckenden Ornamenten sowohl von außen als auch von innen versehen. Anfangs wurden die Stuckprofile als Imitation von exklusivem Marmor hergestellt. Diese Methode stellte sich jedoch recht schnell als deutlich teurer heraus.

Stuck im Mittelalter

Im Mittelalter wurde der Stuck meist mit einer farblichen Gestaltung verbunden. So konnten die Stuckprofile optimal in die Innenraumgestaltung eingebunden werden. Auch eine Anpassung an die später aufgekommenen Tapeten war möglich. Beim Bemalen von Stuck wird grundsätzlich in Secco- und Freskomalerei unterschieden. Bei der Seccomalerei werden die Farbpigmente nach dem Abtrocknen des Putzes aufgetragen. Diese Kunstwerke sind in erster Linie in Kirchen zu bewundern. Das berühmteste Kunstwerk der Seccomalerei stellt „Das letzte Abendmal“ von Leonardo da Vinci dar, welches zwischen 1494 und 1498 an der Dominikanerkirche Santa Maria delle Grazie entstand.
Bei der Erstellung von Fresken dagegen wird die Farbe noch auf dem feuchten Putz aufgetragen. Beim Verdunsten des Wassers an der Oberfläche können die Pigmente so tiefer in den Stuck einwirken. Gleichzeitig bilden sich an der Oberfläche Kalziumkarbonat und Kohlensäure. Dadurch erhält die Fläche eine glasige Haut, die dem Fresko einen typischen Schimmer verleiht.

Stuck aus Styropor

Stuck existiert in unzähligen Varianten. Egal, ob Stuckleisten, Rosetten oder Ornamente, ein Stuckateur kann für jedes Gebäude individuellen Stuck herstellen. Neben der klassischen Variante aus Gips setzen sich auch vermehrt Produzenten von Styroporstuck am Markt durch. Diese Imitationen sind deutlich günstiger, sehen allerdings genauso aus wie die klassischen Formen. Moderne Beschichtungsmethoden sorgen dafür, dass Außenstuck aus Styropor witterungsbeständig und UV-geschützt ist. So kann dieser auch problemlos an Außenfassaden verbaut werden.

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